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Die Ausstellung "Geschenke der Amerikaner – das Architekturerbe der alliierten Präsenz in West-Berlin" zeigt eine Auswahl des umfangreichen baulichen Erbes der amerikanischen Besatzungsmacht in Berlin. Die Bauten sind durch denkmalhistorische Erneuerungen in den letzten Jahren wieder stärker in den öffentlichen Fokus gerückt und werden zunehmend nicht nur als politische Symbole, sondern auch als bedeutende Architekturleistungen wahrgenommen.

Präsentiert werden in neuen Architekturfotos die von den USA gestifteten Kulturbauten sowie die von den Amerikanern in Berlin selbst genutzten Einrichtungen. Zur Vertiefung werden den großformatigen Aufnahmen diverses Archivmaterial, Luftaufnahmen und historische Pläne begleitend hinzugestellt.

Die Ausstellung möchte die nachkriegsmodernen Architekturikonen der deutsch-amerikanischen Freundschaft vorstellen und gleichzeitig dazu anregen, die Hinterlassenschaft der amerikanischen Besatzungsmacht von 1945 - 1994 als wichtiges Architekturerbe zu begreifen. Neben den Kasernen mit innenarchitektonischem Ausbau, kleineren Neubauten und Siedlungen für die amerikanischen Streitkräfte, wird der 2008 geschlossene Flughafen Tempelhof als Kaserne dokumentiert.

Die Präsentation konzentriert sich unter den Westmächten auf die US-Amerikaner, die als Schutzmacht ihre freundschaftliche Verbundenheit mit Berlin durch viele gestiftete Kulturbauten "im Schaufenster des Westens" manifestiert haben und deren Militärregierung es gelungen ist, alle wichtigen politischen Funktionen in ihrem Sektor unterzubringen.

Die Finanzierung der Kultur- und Bildungsbauten übernahmen neben der US-Regierung vor allem Stiftungen aber auch vereinzelt Privatpersonen. Gerade in der Zeit des Kalten Krieges waren diese kulturellen Bauten für die noch junge Demokratie und für den Westteil Berlins von außerordentlicher Symbolkraft.


Darstellungen

Geschenke der US-Amerikaner
1. Amerika Haus
2. Kongresshalle (heute Haus der Kulturen der Welt)
3. Akademie der Künste
4. Amerika-Gedenkbibliothek
5. Freiheitsglocke im Rathaus Schöneberg
6. Heizkraftwerk Reuter-West
7. Marshallhaus
8. Freie Universität Berlin mit Henry-Ford-Bau, Mensa
9. Otto-Suhr-Institut
10. Universitätsklinikum Benjamin Franklin
11. Studentendorf Schlachtensee

Einrichtungen der Alliierten (Auswahl)
- Flughafen Tempelhof
- Columbia Theatre
- Andrews Barracks
- McNair Barracks
- Wannsee Recreation Center
- Radaranlage Teufelsberg
- Siedlung American Community Hüttenweg mit
- Outpost Theatre und US Army Chapel
- RIAS und AFN (American Forces Network)
- Alliierter Kontrollrat / Luftsicherheitszentrale
- Alliierte Kommandantur
- Checkpoint Bravo Dreilinden
- Checkpoint Charlie

Alle Schenkungen an Berlin wie die Kongresshalle, die Amerika-Gedenkbibliothek, das Studentendorf Schlachtensee und die Bauten für die Freie Universität lagen im amerikanischen und im britischen Sektor. Ebenfalls in den sechs amerikanischen Bezirken lagen der Kontrollrat für Deutschland bzw. seit 1948 die Luftsicherheitszentrale der Vier Mächte, die Kommandantur für Berlin, das US-Hauptquartier und die späteren Grenzübergänge Checkpoint Charlie und Checkpoint Bravo Dreilinden.

Für die West-Berliner gehörte die alliierte Präsenz zum Alltag. Der kulturelle Austausch mit den West-Mächten blieb durch Volksfeste, Paraden, Kinos, Discos, Radiosender und Kulturangebote und nicht zuletzt für Hunderttausend Berliner als Zivilbeschäftigte bei den Alliierten – sicherlich aber auch durch die Studentenbewegung und Demonstrationen gegen den Vietnam-Krieg und später gegen den Ausbau der militärischen Stützpunkte in Deutschland und die Stationierung von Raketen – unvergessen.

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